Vielleicht ist das Ihnen auch schon passiert: Sie fahren bei Dunkelheit mit dem Auto und Ihnen kommt ebenfalls ein Auto entgegen. Sie schauen in die Scheinwerfer, das Auto fährt vorbei – und anschließend sehen Sie erst einmal fast gar nichts mehr. Dies könnte auf einen leichten Vitamin-A-Mangel hindeuten. Denn das schnelle Anpassen an hell-dunkel wird durch den Sehpurpur im Auge ermöglicht, und der enthält Vitamin A. Das Sehen in der Dämmerung wird ebenfalls durch den Vitamin-A-haltigen Sehpurpur möglich. Vitamin A ist auch im Tränenfilm enthalten. Ständig trockengerötete Augen können ebenfalls ein Zeichen für einen Vitamin-A-Mangel sein. Abhilfe können Vitamin-A-haltige Augentropfen schaffen. Wenn Sie nur geringe Mengen Gemüse und Obst und nur wenig Leber, Milch, Käse oder Eier essen, können die erwähnten typischen Mangelsymptome bereits nach sechs bis zwölf Monaten auftreten – eben dann, wenn der Vitamin-A-Speicher in unserer Leber aufgebraucht ist.
Vitamin A für gesunde Schleimhäute
Schleimhäute sind Teil Ihres Körperabwehrsystems und schützen Sie vor Infekten. Treten häufig trockene Bronchitis und eine trockene Nasenschleimhaut auf, können das erste Anzeichen für zu wenig Vitamin A sein. Eine ständig verkrustete, trockene Nasenschleimhaut ist sehr unangenehm. Nasentropfen, die Vitamin A und E enthalten, regenerieren die Nasenschleimhaut am schnellsten. Sorgen Sie langfristig jedoch besser für gesunde Schleimhäute, indem Sie Ihren Speiseplan mit reichlich Obst und Gemüse ausstatten.
Ihre tägliche Dosis Vitamin A können Sie zum großen Teil mit Karotinoiden aus Obst und Gemüse decken. Ihr Körper wandelt es nur bei Bedarf in Vitamin A um. Wichtig: Wenn Sie mehrere Vitaminpräparate miteinander kombinieren, rechnen Sie die Menge für Vitamin A genau nach, damit Sie auf keinen Fall überdosieren. Beachten Sie die Dosierungsregel: Nehmen Sie nie mehr als 2300 Mikrogramm Vitamin A am Tag.
Vitamin A bekämpft Krebszellen
Jeden Tag entarten Zellen zu Krebszellen. Das ist normalerweise nicht weiter tragisch, denn die schnell wachsenden Krebszellen werden vom Immunsystem entfernt. Vitamin A dringt in die Krebszellen vor und programmiert diese wieder auf normales Wachstum. Es gibt nur wenige Vitamine<//a>, die dies können. Vollkommen utopisch ist allerdings die Erwartung, dass ein paar Kapseln Vitamin A gegen Krebs wirken, wenn die Gen-Substanz schon über längere Zeit beschädigt wurde. Zum Beispiel bei Rauchern, die nach einer 30-jährigen “Rauchzeit” darauf hoffen, dass sich mit der Wunderpille Vitamin A oder Beta-Karotin noch das Ruder bei Lungenkrebs herumreißen lässt. Bei Rauchern sind die Gene der Zellen und die Schleimhäute der Lunge, in denen Vitamin A wirkt, längst dermaßen geschädigt, dass Vitamin A nicht mehr helfen kann. Im Gegenteil: Für starke Raucher ist künstliches Beta-Karotin aus Kapseln eher schädlich, als dass es nützt.
Quelle: www.naturheilkunde-news.de



