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Meldungen
27. Mai 2011
Schlaganfall: Sie können vorbeugen!
Rubrik: Meldungen

Von: www.onmeda.de

Quelle: ©Gerd Altmann / pixelio.de

Am 10. Mai fand der bundesweite Tag gegen den Schlaganfall statt. Nicht ohne Grund: Der Schlaganfall (Apoplex) zählt neben Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen zu den häufigsten Todesursachen. Ein Schlaganfall entsteht, wenn ein Blutgefäß im Hirn verstopft – entweder durch Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) oder durch ein Blutgerinnsel (Embolie). Aber auch eine Hirnblutung kann einen Schlaganfall auslösen.

Um das Risiko erheblich zu senken, können Sie eine Menge tun! Hierzu gehört vor allem die regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks und des Cholesterinspiegels, aber auch eine gesunde Lebensführung mit regelmäßiger körperlicher Bewegung und bewusster Ernährung! Essen Sie reichlich Obst und Gemüse und versuchen Sie, Ihren Fett- und Zuckerkonsum zu reduzieren! Alkohol sollten Sie nur in Maßen genießen. Rauchen und Stress sind weitere mögliche Risikofaktoren. Sollten Anzeichen eines Schlaganfalls auftreten, so nehmen Sie diese ernst! Schwindel, plötzliche Sehstörungen, Sprachstörungen oder leichte Lähmungen sollten immer Anlass sein, umgehend einen Arzt aufzusuchen!

Einem Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt oder Insult) können Sie vorbeugen, indem Sie die veränderbaren Risikofaktoren für eine Arteriosklerose (sog. Arterienverkalkung) und eine Embolie (Verschluss eines Gefäßes z. B. durch ein verschlepptes Blutgerinnsel) ausschalten:

  • Lassen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck kontrollieren – einen Bluthochdruck müssen Sie eventuell auch mit Medikamenten senken.
  • Achten Sie auf eine gesunde Lebensführung mit regelmäßiger körperlicher Bewegung und bewusster Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst und Gemüse aber wenig Fett und Zucker.
  • Finden Sie heraus, ob bei Ihnen zu hohe Blutfettwerte vorliegen ("hohes Cholesterin"), z.B. im Rahmen des Gesundheits-Check-ups.
  • Lassen Sie Ihren Blutzucker kontrollieren, um einen Diabetes mellitus auszuschließen.
  • Verzichten Sie auf das Rauchen und vermeiden Sie Stress. Denn Rauchen in jeglicher Form erhöht das Schlaganfallrisiko deutlich!
  • Trinken Sie Alkohol nur in Maßen.
  • Lassen Sie Pulsunregelmäßigkeiten mit Herzuntersuchungen wie EKG oder Echokardiographie abklären – vorliegende Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern muss der Arzt entsprechend behandeln. Dadurch verringt sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Blutgerinnsel im Herzen entsteht, das sich lösen und ein Gefäß verstopfen kann.

Sollte es trotz dieser vorbeugenden Maßnahmen zu ersten Anzeichen eines Schlaganfalls kommen, so nehmen Sie sie ernst. Treten Schwindel, plötzliche Sehstörungen, Sprachstörungen oder leichte Lähmungen auf, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Denn auch wenn die Symptome in manchen Fällen nur leicht sind: Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall.