Von: Komitee Forschung Naturmedizin e. V.
Wenn ihre Kinder krank sind, wenden Eltern in Deutschland bevorzugt pflanzliche Arzneimittel an. Zu den eifrigsten Befürwortern der Phytopharmaka gehören vor allem Mütter und Väter mit einem höheren Bildungsstand, Eltern, die in einer Stadt leben und Familien, die über ein höheres Einkommen verfügen. Das ergab eine aktuelle Studie an zwei Universitäts-Kinderkliniken in Leipzig und München sowie in zwei Leipziger Kinderarzt-Praxen.
Der Leipziger Kinder- und Jugendarzt Prof. Dr. Wieland Kiess und sein Team befragten mit einem standardisierten Fragebogen die Eltern von insgesamt 413 Kindern zum Einsatz und Behandlungserfolg pflanzlicher Arzneimittel. Hier die wichtigsten Erkenntnisse der soeben publizierten Untersuchung (Dtsch Med Wochenschr 2010; 135:959-964):
Mit 87,3 Prozent besonders häufig behandeln Eltern in den neuen Bundesländern ihre Kinder mit Pflanzenmedizin. Ein möglicher Grund: Vor der Wiedervereinigung 1989 waren Phytopharmaka in der DDR kaum verfügbar. Die große Zufriedenheit mit der Phytotherapie zeigt auch folgende Zahl aus der neuen Studie: Bei einer Erkrankung ihres Kindes würden 96,3 Prozent der befragten Eltern erneut zu einem pflanzlichen Arzneimittel greifen.
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