Stark duftende und bunte Kinderparfüms reizen die junge Kinderhaut. Darauf weist das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hin, das 16 Kinderparfüms von sieben Herstellern untersucht und allergieauslösende Duftstoffe nachgewiesen hat. Die Haut der Kinder sei dünner und durchlässiger und dadurch besonders empfindlich gegenüber kosmetischen Inhaltsstoffen, teilt die Behörde mit.
Den Angaben zufolge gibt es 26 Duftstoffe, die auf EU-Ebene als potenziell allergieauslösend eingestuft werden. Diese Stoffe dürfen zwar in Kosmetik enthalten sein, müssen jedoch ab einer bestimmten Menge auf dem Etikett des Produktes genannt werden.
Nur eines der untersuchten Kinderparfüms war zwar falsch gekennzeichnet und wurde von den Laves-Experten wegen Verbrauchertäuschung beanstandet. Acht Parfüms enthielten aber deutlich mehr als ein Prozent allergener Duftstoffe, und die Anzahl der allergenen Substanzen in den jeweiligen Produkten lag bei 3 bis 17. Das sei zu viele, urteilen die Experten. Obwohl rechtlich zulässig, sei diese Anzahl weder notwendig noch kindgerecht.