Von: Maria-Luise Wieland
Maria-Luise Wieland begleitete als Teilnehmerin die CO’MED-Leserreise nach Südindien, die zum 15-jährigen Verlagsjubiläum in Zusammenarbeit mit Global Veda veranstaltet wurde.
Am 31. Januar landeten wir am frühen Morgen in Trivandrum, Indien, im Bundesstaat Kerala. Sehr müde schauten wir in den dunklen Morgen und bekamen bereits einen kleinen Einblick in die indische Lebensweise: überall Rikschas und viel Verkehr. An das Klima mussten wir uns erst einmal gewöhnen, denn es war sehr warm und schwül.
Wir wurden von unserer Reiseleiterin, Karin Drexler und unserem Fahrer Shan Muca freundlich empfangen und fuhren vom Flughafen aus nach Varkala zum Oceano Cliff und Golden Beach Ressort. Die Anlage war ein absoluter Traum – viele Palmen und direkt am indischen Ozean – ein Ort, der zur Erholung einlädt.
Um uns von dem Flug zu regenerieren, konnten wir uns einige Stunden ausruhen und in die Fluten des indischen Ozeans springen. Am Nachmittag brachten uns Rikschas zum nahe gelegenen Tempel, den wir in aller Ruhe besichtigen und ließen die Atmosphäre auf uns wirken. Wir fühlten uns alle gut, nahmen freudig diese neue Welt auf.
Zurück im Hotel bekamen wir ein leckeres indisches Abendessen und Karin Drexler berichtete uns über den weiteren Reiseverlauf.
Nach dem Frühstück, das wir im Garten des Golden Beach Ressort einnahmen, mit Meerblick, fuhren wir nach Kumarakom, um unser Hausboot an den Backwaters zu besteigen. Das Hausboot wurde beschnuppert, besichtigt und eingeräumt. Das sog. „Kettuvallom“, bedeutet „genähtes Boot“, da die Planken aus dem Jackfrucht-Baum nur mit Kokosschnüren verzurrt werden, ohne einen einzigen Nagel zu verwenden. Wie zu groß geratene Tropenhüte trieben die Hausboote fast lautlos durchs Wasser. Die Köche verwöhnten uns mit indischen Köstlichkeiten: Fisch auf Bananenblättern, würziges Linsenpüree, süßer Masala-Tee. Am Nachmittag folgte eine Tour auf einem offenen Schiff – wir genossen die Fahrt und die herrliche Natur am und auf dem Wasser. Die Backwaters sind ein 1.900 Quadratkilometer großes Netzwerk von natürlichen und künstlichen Lagunen, Kanälen und Seen im Hinterland der Malabarküste im Süden Indiens, in denen sich Salz- und Süßwasser mischen. Es gab unglaublich viel zu sehen und aus dunklen Hütten schauten Inderinnen in bunten Saris, als wären sie verschleppte Prinzessinnen.
Am nächsten Morgen fuhren wir durch die Berge in die Teestadt Munnar und staunten über die riesigen Plantagen und die vielen Teesorten.
Die Rundreise führte uns an weitere viele aufregende Orte, die bei uns allen einen tiefen Eindruck hinterlassen haben. Am Sonntag kamen wir im Kloster „Cure Monastery“ an und wurden von Father Jerry begrüßt. Voller Vorfreude und Erwartung bezogen wir unsere Zimmer, erhielten einige Informationen und dann ging es zur Ayurveda-Konsultation. Unsere Ayurveda-Ärztin machte eine ausführliche Anamnese unter Einbeziehung ayurvedischer Regelprinzipien, der sogenannten Doshas (Vata, Pitta und Kapha).
Alle körperlichen und geistigen Abläufe werden durch die Doshas gesteuert – sind die drei Energien im Gleichgewicht, dann ist der Mensch gesund. Wenn sie aus der Balance geraten, kommen Störungen und Krankheiten auf.
Unserem Zustand der Doshas entsprechend wurden die individuellen gesundheitsförderlichen Maßnahmen, wie z. B. Ernährung, Massagen bestimmt. Täglich erlebten wir die Vielseitigkeit der ayurvedischen Küche mit ihren vielen Gewürzen und ihre Wirkung auf die Verdauung. In einem Kochkurs experimentierten wir mit den Kräutern und Gewürzen und kochten leckere Gerichte unseren Doshas entsprechend.
Jeden Morgen und Abend wurde eine Stunde Yoga jeweils vor den Mahlzeiten angeboten. Nach acht Tagen merkte ich, dass mein Körper wieder beweglicher und balancierter war.
Bei den Behandlungen wurden ganz spezielle medizinische Öle in die Haut einmassiert, um Schlacken zu lösen, das Lymphsystem anzuregen und zu entgiften. Mit dem Svedana (Dampfbad) wurden tief sitzende Schlacken gelöst und der Körper optimal für das therapeutische Abführen vorbereitet, immer individuell auf die einzelnen Bedürfnisse abgestimmt.
Ich kann nur jedem, der sich und seinem Körper etwas Gutes tun möchte, raten eine Ayurveda-Kur zu machen. Denn danach fühlte ich mich gereinigt, ausgeglichener und hatte das Gefühl, alten Ballast abgeworfen zu haben.
Auf vielfältige Bitten haben wir kleine Ausflüge in der wunderbaren Natur unternommen, begleitet von Karin Drexler und Father Jerry. Rikscha Ausflüge und Wanderungen. Überall wunderbare Menschen, Blumengärten, Wasserfälle, Felsen, Zuckerrohrfelder, Sandelholzbäume – einfach großartig!
Ich danke herzlichst Frau Karin Drexler, für alle Ihre Erfahrung an der sie uns auf die vielfältigste Weise hat teilhaben lassen.
Ebenso danke ich Father Jerry und dem gesamte Team vom Kloster für alle Mühen!