Von: Elke Wörner
Balsam für die Seele – Motivation für dauerhafte Leistung
Der persönliche und berufliche Erfolg eines Jeden steht und fällt damit, wie er sich fühlt! Dies weiß im Prinzip jeder. Aber nur langsam setzt sich die Erkenntnis durch, wie sehr sich auch in beruflicher Hinsicht ein optisch ansprechendes Umfeld auf die Menschen und ihre Einsatzkraft auswirkt. Erst durch die Tatsache, dass man sich im letzten Jahrzehnt verstärkt wieder auf alte Werte zurückbesonnen hat und auf der Suche nach bewährten Wegen u a. auch auf die Raumlehre des Feng Shui stieß, wird dieses Wissen mit dem Ziel der wirtschaftlichen Stärkung eines Unternehmens durch hoch motivierte, ausgeglichene Mitarbeiter immer mehr eingesetzt.
Der Feng Shui Gedanke basiert auf der Einstellung, dass es nicht darum geht, nach eventuellen Schwächen zu suchen, sondern die Stärken zu finden und zu mobilisieren, die bereits vorhanden sind – egal, bei wem oder bei was. Dies steht im direkten Gegensatz zum kritikfreudigen Verhalten unserer Gesellschaft.
Vor Hunderten von Jahren wurden in vielen Ländern der Welt majestätische Schlösser, mächtige Burgen, verschwiegene Klöster und normale Wohnhäuser nach ganz bestimmten Kriterien errichtet, die zu einem großen Teil noch heute bestehen. Wer sich einmal näher mit ihrer Architektur beschäftigt, stellt fest, dass sich die Bauweise dieser doch so unterschiedlichen Gebäude in wesentlichen Punkten immer wieder gleicht. Wohn- und Schlafräume wurden beispielsweise mit der gleichen Himmelsausrichtung erbaut und vielfach spielen Elemente wie das Wasser eine zentrale Rolle. Die fließende Eigenschaft des Wassers kann durch einen geschwungene Wegführung, Wasserläufe oder Bäche eingebracht werden.

Ein nach Feng Shui Kriterien gestalteter und eingerichteter Raum hat zunächst nichts mit Design und Mode zu tun: Es zählen Einflüsse, die viel wichtiger sind und die die Bewohner zwar nicht sehen, aber umso stärker empfinden können.
Immer noch bauen die Menschen ihre Räumlichkeiten mehr oder weniger unbewusst nach diesen Kriterien: Instinktiv werden Himmelsrichtungen, sofern möglich, für bestimmte Räume berücksichtigt und vor allem Häuser in der Nähe von fließenden Gewässern und mit ruhigem Umfeld sind heiß begehrt.
Wichtige Werkzeuge sind Farben, Formen, Pflanzen und Materialien. Nicht für jeden ist es förderlich, vor einer roten Wand zu sitzen, denn dies kann je nach individuellem Typ ein Zuviel der sog. „Feuerenergie“ sein. Für eine Gesprächstherapie wäre in der Regel die Farbe gelb unterstützend. Welche Farbe zum Einsatz kommt, entscheidet die Zielsetzung. Vielleicht noch viel stärker als früher wird mittlerweile auch im beruflichen Umfeld vor allem der inneren Ausstattung der Räume ein hoher Wert beigemessen. Woran liegt dies?
Der Mensch will Sicherheit verspüren. Hat er die Wahl, einen Sitzplatz auszuwählen, wird es vermutlich nicht mit dem Rücken zur Türe sein. Wir wollen wissen, was sich in unserem Rücken abspielt. Wenn wir an die schönen alten Sessel unserer Großeltern denken mit ihren hohen Rückenlehnen, den Ohren und schönen Armlehnen, so verspüren wir beispielsweise ein Gefühl, eine Erinnerung an Schutz und Geborgenheit.
Abb. 2: Grundrissarbeit

Abb. 3: Beratungsgespräch

Was bedeuten diese Erkenntnisse beispielsweise für einen Therapeuten oder Arzt in seiner Praxis?
Ein Arzt oder Therapeut muss in seiner Praxis auch selbst sehr viel an Energie, Zuversicht, Kraft und innere Ruhe aufbringen, um diese weitergeben zu können. Aus diesem Grunde ist es für die Ausübung seiner Tätigkeit wichtig, dass er sich mit sogenannten „gebenden Räumen“ umgibt. Dies bedeutet: die Raumumgebung gibt durch die Gestaltung Energie zurück.
Um gestärkt die Therapien und Behandlungen am Patienten durchzuführen ist es für ihn wichtig, seine ihn persönlich stärkende Himmelsrichtung zu kennen.
Dabei ist zu bedenken, dass in der Feng Shui Ausrichtung der Energiefluss im Raum den anderen Faktoren wie persönliche Richtungen, Form, Farbe und Material übergeordnet ist. Ein Beispiel: Durch einen leeren Raum mit Türen und Fenstern fliest die Energie mit hoher Geschwindigkeit – es gibt nichts, wo sie sich niederlassen kann. Durch eine geschickte Anordnung der Möbel erreicht man dagegen einen harmonisch geschwungenen Energiefluss.
Diese Vorgehensweise ist absolut vergleichbar mit dem Setzen der Nadeln bei der Akupunktur, um in den Meridianen einen ausgewogenen Energiefluss zu erzielen.
Der Mensch ist eigentlich seiner Natur nach ein empfindsames Wesen, das – wenn auch weit weniger als früher – nach wie vor von seinen Instinkten gelenkt wird.
Das Wort Instinkt = Ahnung kommt im menschlichen Wortschatz erstaunlicherweise nur noch im Tierbereich vor. Für sich selbst umschreibt der Mensch diese lebenswichtige Eigenschaft mit Begriffen wie Psychologie oder Unterbewusstsein. Dagegen steht das, was wir tun, basierend auf dem, was wir glauben, sehen bzw. was man von uns erwartet.
Egal, wie man es nun nennen möchte: Fest steht, dass diese Eigenschaft den Menschen dazu bringt, Werte festzulegen, die für ihn persönlich gelten. Der Mensch besteht also nicht nur aus einem äußeren Erscheinungsbild, sondern ebenso aus einem inneren Wesen, das letztendlich sein Äußeres lenkt, aktiviert, blockiert, formiert.
Er wird gesteuert durch Empfindungen, die wiederum seine Gedanken steuern – und Gedanken wiederum haben eine enorme Macht. Sie steuern in den Köpfen der führenden Menschen der Welt das Geschehen unseres Planeten!
Dies gilt auch hinsichtlich der Werte und Ansprüche an sein Umfeld und somit auch an seine Häuser und die einzelnen Räume. Es ist die Atmosphäre eines Raumes, die uns dadurch, dass wir uns in diesem Umfeld wohl fühlen, dazu bringen kann, viel eher Höchstleistungen zu erbringen, als dies in einer Umgebung möglich wäre, die uns nicht gefällt.
Ein Raum ist wohl mit das Direkteste, was wir Menschen gestalten können. Wir gestalten ihn, leben in ihm mit den uns wichtigsten Personen aus Beruf und Privatleben, wir verbringen dort unsere Zeit.
Von daher ist es immens wichtig, dass Räume, in denen etwas Wichtiges getan werden muss, auch den instinktiven, den psychologischen Ansprüchen entsprechen. Genauso wichtig ist es, auf diesen wichtigen Punkt auch bei der Gestaltung der privaten Wohnräume einzugehen. Ob Chef eines Riesenkonzerns oder Mutter einer vielköpfigen Familie: Das private Zuhause ist die Quelle und der Regenerationsplatz der psychischen und physischen Kraft, die der Mensch benötigt, um Tag für Tag das Pensum leisten zu können, das von ihm verlangt wird!
Es heißt, Räume seien ein Spiegelbild der Seele und da ist durchaus etwas Wahres dran. Alle Menschen sind Individuen, jeweils einzigartige Wesen. Berücksichtigt man dies und gibt man den Menschen die Möglichkeit, in einem ebensolchen Raum zu agieren, fühlen sie sich hier wohl, viel stärker und motivierter als anderswo und dadurch bereit, Aufgaben zu übernehmen, an die sie vielleicht sonst eher zögerlich herangegangen wären.
Viele Unternehmen nutzen diese neu erkannte und eigentlich doch so alte einfache Sichtweise: Fühlt sich der Mitarbeiter wohl, steigt sein Einsatz und damit der Umsatz des Unternehmens.
Im Bereich der Psychologie ist diese Tatsache schon längst bekannt und die Firmenleitungen werden seitens der Firmenpsychologen immer wieder darauf hingewiesen, dass eine angenehme Raumatmosphäre allein schon aus wirtschaftlichen Interessen heraus eigentlich ein Muss eines erfolgreich agierenden Unternehmens sein sollte.
Bei der Behandlung von Krankheitsfällen setzen mittlerweile auch immer mehr Ärzte Erkenntnisse aus dem Feng Shui für therapeutische Maßnahmen ein, wobei sie durchaus Feng Shui auch bei der Gestaltung ihrer Warteräume und Praxisräume nutzen. Einen entspannten Menschen erreichen die therapeutischen Maßnahmen nachweislich weitaus leichter und besser.
Es ist für niemanden sonderlich angenehm, einen Arzt für Leib und Seele aufsuchen zu müssen, denn dies bedeutet letztendlich das Zugeständnis an sich selbst, dass es einem nicht gut geht. Demgemäß fühlt sich der Patient von vornherein angespannt in Erwartung dessen, was da wohl auf ihn zukommt.
Stellen Sie sich vor, Sie betreten eine Praxis: Die Türe geht auf, Ihr Blick geht gleich zur gegenüberliegenden bodentiefen Fensterfront. Den Raum an sich nehmen Sie kaum wahr. Der Blick wird gleich wieder ins Freie gezogen – genauso geht es der Energie im Raum auch. Unser Ziel ist es aber, die Energie im Raum zu halten und möglichst gut zu verteilen. Dies kann durch eine wohldurchdachte Energielenkung erreicht werden. Vor den Fenstern kann z. B. ein Pflanzkübel gestellt werden, den Bodenbelag wie beispielsweise einen Teppich im Querformat legen und vieles mehr. Dies sind alles Möglichkeiten, um die Energie ganz nach Wunsch bzw. Notwendigkeit zu bremsen und zu lenken.
Wir können die Aufmerksamkeit auch durch das Einsetzen von Farben beeinflussen. Den 5 Elementen im Feng Shui und der TCM sind jeweils bestimmte Farben zugeordnet. So steht das Blau für das Element Wasser, das Grün für das Element Holz, Feuer wird der Farbe rot, gelb dem Element Erde und grau dem Element Metall zugeordnet.
Wohl ein jeder kennt die Nervosität, die sich einstellt, wenn man beispielsweise einen Arzt aufsuchen muss, dessen Behandlung u. U. mit Schmerzen verbunden sein kann. Dies gilt übrigens quasi für alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten. Zahnärzte wissen ein Liedchen davon zu singen, dass die Beruhigung des verängstigten Patienten oft weitaus mehr Zeit in Anspruch nimmt als die Behandlung an sich. Eine von vornherein durch optische Einflüsse beruhigend stimulierende Atmosphäre kann die Verspannung des Patienten schneller lösen als man glaubt. Gerade bei einer zahnärztlichen Behandlung kann sehr leicht die Decke als Impuls genutzt werden. Eine schöne Deckenbemalung oder Lichtshow. Der Mensch wird ja nun definitiv durch seine Empfindungen und diese wiederum durch seine Sinne gesteuert.
Was hier so modern klingt, ist nichts als eine uralte Erkenntnis von Menschen, die sich der Natur und den darin befindlichen Lebewesen gleichermaßen verbunden fühlen.
Schon beim Betreten einer Praxis sollen sich die Patienten so weit wie möglich entspannen, was letztendlich wiederum zu einem weitaus intensiveren Gespräch zwischen Arzt und Patienten führen kann.
Immer mehr spezielle geschulte Berater unterstützen Privatmenschen und Unternehmen bei der Umsetzung dieser Gedanken, indem sie bei der Einrichtung von Räumlichkeiten hilfreich zur Verfügung stehen. Es müssen viele Dinge beachtet werden, die eigentlich logisch erscheinen, aber allgemein nicht schnell als wichtig erkannt werden.
Generell gilt wohl für das ganze Leben: Bevor man etwas Neues anfängt, sollte man erst einmal das Vorangegangene vernünftig beenden, abschließen, wegräumen, loslassen, ausräumen.
Auf die Raumgestaltung bezogen bedeutet dies: Bevor man loslegt, sollte man das einzig Vernünftige erwägen: Den Raum, den man in Angriff nehmen möchte, erst einmal so weit wie möglich zu entleeren. Ein leerer Raum bietet alle Möglichkeiten für einen ganz neuen Anfang. Leere ist in diesem Zusammenhang etwas sehr Positives: Nichts stört. Keine Gedanken, keine Erinnerungen, keine Altlasten. Es ist ein Neubeginn für etwas Schönes und so positiv sollte man an die Sache auch herangehen.
Nicht selten erreicht man durch äußere Einflüsse wie sanfte Farben, spezielle Energieflusspunkte, stimmiges Ambiente sehr viel schneller eine positive Beeinflussung der Mitarbeiter, Kollegen, Familienmitglieder als stundenlange Vorträge mit irgendwann ermüdenden Worten dies können. Die unterbewusste Reaktion auf Äußerlichkeiten geschieht weitaus schneller und oft auch intensiver als die verstandesmäßig kontrollierte Reaktion.
Räume bieten im Zusammenhang mit Fenstern, Türen, Wänden und auch der Raumdecke enorme Möglichkeiten, etwas zu schaffen, woraus wiederum etwas Großes werden kann. Man sollte sich einfach nur an natürliche Vorgaben halten, denen der Mensch sich naturgemäß viel eher öffnet als künstlichen Einflüssen. Ein natürliches Umfeld empfindet man beispielsweise in einem Garten oder auf seinem Balkon: Man sieht die grünen Bäume, deren Blätter im Wind sanft rauschen. Man sieht den Himmel und die unter ihm fliegenden Vögel, die ihn so lebendig machen. Goldfarbene Sonnenstrahlen vermitteln ein Gefühl der Wärme, selbst, wenn sie einen persönlich gerade gar nicht treffen. Man fühlt sich einfach wohl und kräftig und genau dieses Gefühl sollten die Menschen auch in den sie umgebenden Räumen haben.
Die Zimmerdecke beispielsweise wird im Allgemeinen völlig vernachlässigt. Es ist jedoch des Menschen Art, die Augen auch mal aufwärts zu richten. Daher der häufige Blick zum Himmel, der für viele Menschen so etwas wie Weite, Freiheit darstellt. Warum also nicht die Zimmerdecke in das harmonische Ambiente eines Raumes einbinden?
In der immerhin weltweit hoch angesehenen traditionellen chinesischen Medizin nimmt die Gestaltung der Räume durch das gezielte Platzieren von Energieflusspunkten wie beispielsweise Kerzen, Bilder und anderes, womit sich die Menschen jeweils identifizieren, einen immens wichtigen Platz ein. Hier geht man nach speziellen Erfahrungswerten vor, die wiederum auf eine Jahrhunderte alte bewährte und anerkannte Tradition zurückgreifen können.
Elke Wörner
ist Werbefachwirtin und Business Feng Shui Beraterin und bietet Unternehmen, Ärzten und Privatpersonen individuelle Raumkonzepte an.
Kontakt:
Bettelackerweg 4, D-71701 Schwieberdingen
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Bilder: Quelle Elke Wörner