Die umsichtige Behandlung gestörter hormoneller Regelkreise der einflussreichen Schilddrüse und der Zusammenhang zwischen unerfülltem Kinderwunsch und Morbus Hashimoto stehen im Blickpunkt der aktuellen Mai-Ausgabe von CO´MED, des Fachmagazins für Complementär-Medizin.
Da die Symptome einer...
Die umsichtige Behandlung gestörter hormoneller Regelkreise der einflussreichen Schilddrüse und der Zusammenhang zwischen unerfülltem Kinderwunsch und Morbus Hashimoto stehen im Blickpunkt der aktuellen Mai-Ausgabe von CO´MED, des Fachmagazins für Complementär-Medizin.
Da die Symptome einer Hypothyreose, der mangelnden Versorgung des Körpers mit den Schilddrüsenhormonen Trijodthyornin (T3) und Thyroxin (T4), häufig unspezifisch sind, müssen die Anamnese und Diagnose sehr sorgfältig erfolgen. Denn allgemeine Symptome wie Vergesslichkeit, Konzentrationsprobleme, geringe Belastbarkeit und Schlaflosigkeit lassen ansonsten nicht eindeutig auf gerade dieses Krankheitsbild schließen.
Autorin Mirjam H. Bertram, Heilpraktikerin für Traditionelle Europäische Naturheilkunde, rät neben der üblichen Beurteilung von TSH, T3 und T4 dazu, in der Erstuntersuchung auch die Antikörper gegen Thyreoperoxidase (TPO-AK) und Antikörper gegen Thyreoglobulin (TG-AK) messen zu lassen, wichtige Marker für die autoimmune Thyreoiditis. Bei vermuteter Hypothyreose sei auch die Beurteilung der Antikörperwerte gegen TSH-Rezeptoren (Gesamt-TRAK) sinnvoll.
Schon ein TSH-Wert von 2,5 und höher weist deutlich auf eine latente, noch nicht akute Hypothreose hin, selbst wenn die T3- und T4-Werte noch im Normalbereich liegen.
Jede Hypothyreose, auch die Hashimoto-bedingte, sollte bei entsprechenden Symptomen hormonell behandelt werden, meint Autorin Bertram. Nur bei einem leichten Mangel hält sie naturheilkundliche Ansätze für zunächst ausreichend. Bei der Hormonbehandlung müssten Heilpraktiker zwingend mit einem Arzt kooperieren, am besten mit einem Endokrinologen oder entsprechend fortgebildeten Allgemeinmediziner. Nach wie vor hält die Autorin die Substitution von Levothyroxin-Natrium für die gebäulichste, wenn auch nicht immer ideale Methode zur Hypothyreose-Behandlung.
Bei der 1912 erstmals von Hakaru Hashimoto beschriebenen Hashimoto-Thyreoiditis, einer chronische Schilddrüsenentzündungen auslösenden Autoimmunerkrankung, wird das Schilddrüsengewebe infolge eines fehlgeleiteten Immunprozesses durch T-Lymphozyten allmählich zerstört. Dabei ist eine Antikörperbildung gegen schilddrüsenspezifische Antigene nachweisbar.
Der Entzündungsprozess bei Hashimoto und die fortschreitende Gewebedegeneration lassen sich laut Bertram naturheilkundlich gut behandeln. Die Heilpraktikerin arbeitet in diesem Fall häufig mit ursprungsgleichen Nosoden (Thyroidea und anderen Drüsennosoden). So verwendet sie zum Beispiel bei der Einnahme von Hormonextrakten vom Schwein grundsätzlich keine Nosoden vom Rind. Zudem setzt sie unter anderem anti-inflammatorische Komplexhomöpathika und abgestimmte Orthomolekularia ein.
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Mit dem neuen Internetangebot nebenwirkung.bfarm.de steht Ärzten, Heilpraktikern und Patienten eine weitere Möglichkeit offen, sich vertieft über Arzneimittelrisiken zu informieren. „Jeder kann jetzt in den bei uns gemeldeten Verdachtsmeldungen kostenfrei recherchieren. Damit schaffen wir...
Mit dem neuen Internetangebot nebenwirkung.bfarm.de steht Ärzten, Heilpraktikern und Patienten eine weitere Möglichkeit offen, sich vertieft über Arzneimittelrisiken zu informieren. „Jeder kann jetzt in den bei uns gemeldeten Verdachtsmeldungen kostenfrei recherchieren. Damit schaffen wir noch mehr Transparenz für Ärzte, Patienten und andere interessierte Bürger", sagte Prof. Dr. Walter Schwerdtfeger, Präsident des Bundesinstituts für Arzeimittel und Medizinprodukte (BfArM). Das Angebot startet zunächst mit einer Testphase.
Das neue Info-Angebot bietet eine Recherchemöglichkeit in der Datenbank unerwünschter Arzneimittelwirkungen (UAW). Sie umfasst alle dem Bundesinstitut seit 1995 gemeldeten Verdachtsfälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen in Deutschland, nicht aber die aus klinischen Prüfungen bekannten oder in der wissenschaftlichen Literatur publizierten Fälle.
Die Verdachtsfälle beziehen sich auf Nebenwirkungen beim Patienten, die nach der Einnahme von Medikamenten eingetreten sind und dem BfArM mit dem Verdacht auf einen ursächlichen Zusammenhang mit diesem Arzneimittel gemeldet wurden. Dies bedeute laut BfArM aber „nicht ohne Weiteres, dass ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Arzneimittel tatsächlich existiert". Mit einer Filterfunktion können Verdachtsfälle zu einzelnen Nebenwirkungsbegriffen, Wirkstoffen, Zeiträumen und Altersgruppen gesucht werden.
Die Zahl der in der Datenbank aufgeführten Fälle erlaube keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Häufigkeit von Nebenwirkungen eines Medikaments oder eine vergleichende Analyse der Fallzahlen bei unterschiedlichen Medikamenten, betont die Behörde. „Die Rechercheergebnisse bedürfen einer medizinischen Interpretation und dürfen keinesfalls als Ersatz für eine ärztliche Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen eines Arzneimittels betrachtet werden", unterstreicht Prof. Schwerdtfeger.
Die individuelle Nutzen-Risiko-Bewertung eines Präparates für einen Patienten könne nur im Gespräch mit dem behandelnden Arzt getroffen werden. Die Recherchemöglichkeit in den Verdachtsmeldungen soll dem Institut zufolge bereits vorhandene behördliche Informationen über Arzneimittelrisiken flankieren, sie aber nicht ersetzen.
Entscheidende Informationsquellen zu Anwendung und Risiken von Arzneimitteln bleiben weiterhin die Gebrauchsinformation für Patienten und die Fachinformation für Ärzte. Im Gegensatz zu den neu zugänglichen Rohdaten der Verdachtsmeldungen stellten Fach- und Gebrauchsinformationen bereits das Ergebnis einer behördlichen Bewertung dar und böten Ärzten und Patienten konkret anwendbare Informationen und Empfehlungen, so das Bundesinstitut.
In Deutschland gibt es immer mehr Ärzte, Heilpraktiker, Physio- und Ergotherapeuten, Kranken- und Altenpfleger. Ende 2011 waren rund 4,9 Millionen Menschen im deutschen Gesundheitswesen tätig, sprich etwa jeder neunte Beschäftigte in Deutschland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes...
In Deutschland gibt es immer mehr Ärzte, Heilpraktiker, Physio- und Ergotherapeuten, Kranken- und Altenpfleger. Ende 2011 waren rund 4,9 Millionen Menschen im deutschen Gesundheitswesen tätig, sprich etwa jeder neunte Beschäftigte in Deutschland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) existierten 2011 rund 87 000 mehr Arbeitsplätze im Gesundheitswesen als 2010, was einem Zuwachs von 1,6 Prozent entspricht.
Der positive Beschäftigungstrend im Gesundheitswesen setzte sich damit auch 2011 weiter fort. Von 2006 und 2011 wuchs die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich um insgesamt 457 000 Personen oder 10,2 %. Zusätzliche Arbeitsplätze gab es 2011 wie in den Vorjahren vor allem in Gesundheitsdienstberufen (plus 45 000): Hier stieg die Zahl der Ärztinnen und Ärzte und der Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger um jeweils 8 000. In den sozialen Berufen entstanden 23 000 zusätzliche Stellen, fast alle in der Altenpflege. In anderen Berufen des Gesundheitswesens (Verwaltungsfachleute, Reinigungskräfte etc.) gab es 17 000 Arbeitsplätze mehr als im Vorjahr.
Im Jahr 2011 arbeiteten rund 2,2 Millionen Beschäftigte in der ambulanten und rund 2,0 Millionen Beschäftigte in der (teil-)stationären Gesundheitsversorgung. Weitere 700 000 Beschäftigte arbeiteten beispielsweise in der Verwaltung oder dem Gesundheitsschutz.
In den ambulanten Einrichtungen erhöhte sich die Beschäftigtenzahl gegenüber 2010 um 37 000: Mehr Beschäftigte gab es insbesondere in Praxen sonstiger medizinischer Berufe - hier arbeiten beispielsweise Physio- und Ergotherapeutinnen und -therapeuten (+ 17 000) - und in der ambulanten Pflege (+ 9 000). Die Zahl der Heilpraktiker in Deutschland stieg in den fünf Jahren bis 2011 von etwa 24.000 auf rund 35.000, wobei etwa zwei Drittel in Teilzeitpraxen arbeiten.
In den (teil-)stationären Einrichtungen stieg die Zahl der Beschäftigten insgesamt um 41 000. Hier gab es Zuwächse vor allem in der (teil-)stationären Pflege (+ 25 000) und in den Krankenhäusern (+ 16 000). Weniger Beschäftigte zählte der Verwaltungsbereich, wo es 3 000 Arbeitsplätze weniger gab als im Vorjahr.
Von den 4,9 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen waren 43,9 % teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Rechnet man die Arbeit aller Beschäftigten im Gesundheitswesen auf volle tarifliche Arbeitszeiten um, zählte der Gesundheitsbereich 2011 3,7 Millionen sogenannter "Vollkräfte", 59 000 oder 1,6 % mehr als im Vorjahr.
Diese und weitere gesundheitsbezogene Daten finden Sie im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes.
Um erfolgreiche alternativmedizinische Methoden bei degenerativen Gelenkserkrankungen, die chronische Schmerzen vermeiden oder lindern geht es in der gerade erschienen April-Ausgabe von CO´MED, dem Fachmagazin für Complementärmedizin.
Auf Vorteile der konservativen Therapie bei der aktivierten...
Um erfolgreiche alternativmedizinische Methoden bei degenerativen Gelenkserkrankungen, die chronische Schmerzen vermeiden oder lindern geht es in der gerade erschienen April-Ausgabe von CO´MED, dem Fachmagazin für Complementärmedizin.
Auf Vorteile der konservativen Therapie bei der aktivierten TEP-Partellar-Arthrose geht zum Beispiel Dr. med. Bernd A. Kasprzak, Facharzt für Sportmedizin und Kenner von Naturheilverfahren, in seinem Beitrag „Künstliches Kniegelenk und dennoch Schmerzen“ ein. Deutliche Zweifel meldet der Autor an der schulmedizinischen Hypothese „Geschädigter Gelenkknorpel ist nicht regenerierbar“ an, die in der klassischen Medizin fast ausschließlich zu operativen, wenn auch stetig verbesserten Therapieverfahren bei Kniegelenksarthrose führt.
Im Gegensatz dazu konnte Prof. Dr. Armin Klümper, der frühere Leiter der Sporttraumatologischen Abteilung der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg, bereits 1983 auf seine erfolgreiche, mehr als zehnjährige, konservative Therapie von Gelenkschäden bei Hochleistungssportlern verweisen. Dessen Ansatz, dass sich auch konservative Therapien zur Knorpelstabilisierung und Knorpelregeneration eignen, sieht der Autor durch umfangreiche Grundlagenforschung und durch aktuelle Forschungsergebnisse untermauert.
Klümpers konservativen Therapiestrategien werden seit nunmehr rund 40 Jahren bei Gelenkverschleiß mit großem Erfolg angewendet, berichtet Dr. Kasprzak. Die Kostenexplosion durch die rasante Zunahme des operativen Gelenkersatzes einerseits und das Ansteigen der Zahl von Patienten mit weiterhin bestehenden Schmerzen nach der TEP-Operation des Kniegelenkes andererseits machten ein Umdenken erforderlich und eine Rückbesinnung auf Klümpers Erkenntnisse, steht für den Autor fest.
Über einen integrierten Ansatz zur Arthrose-Behandlung, der sich aus dem Einsatz medizinischer Blutegel, Physiotherapie und gruppenspezifischen Bewegungsprogrammen zusammensetzt, berichten die Heilpraktikerin und Physiotherapeutin Susanne Grunwald und der Pharma-Berater Dr. Detlev Koeppen.
Wie sch Schmerzen und Versteifung von Gelenken erfolgeich mit Radon und Wärme behandeln lassen, beschreibt Dr. med. Bertram Hölzl, Koordinator des medizinischen Betriebs des Bad Gasteiner Heilstollens und Ärztlicher Direktor und Vorstand der Abteilung für Innere Medizin an der Landesklinik St. Veit (Österreich).
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Borreliose nach Zeckenbissen müssen Ärzte in Bayern seit 1. März 2013 ihrer Infektionsschutzbehörde, dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), melden. Nur Mediziner dürfen diese meldepflichtige Infektionserkrankung noch behandeln, was Heilpraktikern nach § 24 des...
Borreliose nach Zeckenbissen müssen Ärzte in Bayern seit 1. März 2013 ihrer Infektionsschutzbehörde, dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), melden. Nur Mediziner dürfen diese meldepflichtige Infektionserkrankung noch behandeln, was Heilpraktikern nach § 24 des Infektionsschutzgesetzes grundsätzlich verboten ist. Das stellte jüngst das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit in seiner Verordnung Nr. 3/2013 zur Erweiterung der Meldepflicht auf andere übertragbare Krankheiten oder Krankheitserreger klar.
Zum Beispiel Berlin, Rheinland-Pfalz, das Saarland und die neuen Bundesländer hatten die Meldepflicht für Lyme-Borreliose-Neuerkrankungen bereits in den Vorjahren eingeführt. In Bayern gilt die neue Meldepflicht nunmehr für fünf Jahre bis Ende Februar 2018.
Lyme-Borreliose ist mit geschätzten 60.000 bis 100.000 Neuerkrankungen im Jahr die häufigste durch Zecken übertragene Infektionserkrankung in Deutschland. Bayerns Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber hofft, durch die Meldepflicht weitere Erkenntnisse zum Vorkommen der Erkrankung in bestimmten Bevölkerungsgruppen und zur regionalen Verteilung von Lyme-Borreliose gewinnen zu können. Mit diesem Wissen könnten die Gesundheitsbehörden die Bevölkerung dann gezielter aufklären und die Ärzteschaft sensibilisieren.
Mithilfe der Meldedaten sollen auch die Fragen beantwortet werden, ob die Lyme-Borreliose mit dem Klimawandel zunimmt und mit welchen speziellen Maßnahmen sie bekämpft werden kann. Anonym ohne Personenangaben sind Borreliose-Neuerkrankungen zu melden, nicht aber Verdachtsfälle. Am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ist seit 2008 das Nationale Referenzzentrum für Borrelien angesiedelt, wo die Daten gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut in Berlin ausgewertet werden.
Die Lyme-Borreliose ist eine stadienhaft verlaufende Multisystemerkrankung, bei der verschiedene Organe betroffen sein können. Häufig kommt es zu Hauterkrankungen in Form von Wanderröte, zu Nervenlähmungen, Schmerzsyndromen oder zur Schwellung großer Gelenke. Die Erkrankung kommt in ganz Deutschland vor.
Früh erkannt, gilt Lyme-Borreliose als effizient zu therapierende Erkrankung mit guter Prognose. Nachdem noch kein Impfstoff gegen Lyme-Borreliose existiert, sind gezielte Aufklärung, lange schützende Kleidung und die Anwendung von Vergrämungsmitteln bisher der wichtigste Schutz. Jüngere Untersuchungen haben gezeigt, dass es auch in Stadtparks häufig Zecken gibt und damit ein Infektionsrisiko besteht.
Die Wahrscheinlichkeit, nach einem Zeckenstich an einer Lyme-Borreliose zu erkranken, ist von verschiedensten Faktoren abhängig. So sind erwachsene Zecken häufiger mit Borrelien infiziert als Larven. Durchschnittlich sind in Deutschland etwa ein Prozent der Larven, zehn Prozent der Nymphen und 20 Prozent der adulten Zecken – in Deutschland der „gemeine Holzbock“ (Ixodes ricinus) – mit Borrelien infiziert. Auch die Borrelienart und die Zeitdauer vom Zeckenbiss zur Entfernung der Zecke haben Einfluss auf das Erkrankungsrisiko.
Näheres auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit : http://www.stmug.bayern.de/aktuell/presse/detailansicht.htm?tid=23031
Autor: Uwe Lötzerich, E-Mail: redaktion@naturheilkunde-kompakt.de
Fast 900.000 Nutzer hat die Internetplattform www.igel-monitor.de seit ihrem gut einjährigen Bestehen gelockt, die Krankenversicherten kompetente Ratschläge zur Einschätzung von individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) ihrer Ärzte gibt. Das Portal des Medizinischen Dienstes des...
Fast 900.000 Nutzer hat die Internetplattform www.igel-monitor.de seit ihrem gut einjährigen Bestehen gelockt, die Krankenversicherten kompetente Ratschläge zur Einschätzung von individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) ihrer Ärzte gibt. Das Portal des Medizinischen Dienstes des GKV-Spitzenverbandes (MDS) setzt sich kritisch mit dem Nutzen und Schaden von IGeL-Leistungen auseinander und hat nur drei von 30 bislang geprüften IGeL-Leistungen mit „tendenziell positiv“ bewertet. Zwölf erhielten die Bewertung „tendenziell negativ“, elf ein „unklar".
„Diese große Resonanz der Versicherten zeigt, dass das Informationsbedürfnis hoch ist und dass der IGeL-Monitor die Versicherten erreicht“, sagte MDS-Geschäftsführer Dr. Peter Pick bei der Präsentation der Jahresbilanz in Berlin. Mit dem IGeL-Monitor biete der MDS eine Entscheidungshilfe im Umgang mit Individuellen Gesundheitsleistungen, die wissenschaftlich abgesichert, verständlich und transparent ist.
Die Mehrzahl der von Patienten oft aus eigener Tasche zu zahlenden IGeL-Leistungen schneidet bei den MDS-Prüfern nicht gut ab, einige sogar ziemlich schlecht. Der IGeL-Monitor schließe eine Lücke in der sachlichen Patienteninformation und leiste einen Beitrag zum Patienten-und Verbraucherschutz angesichts eines Marktes, der weiter wächst. Zwischen 2010 und 2012 ist die Zahl der insgesamt angebotenen IGeL-Leistungen von 20,9 auf 26,2 Millionen angestiegen, ergab eine aktuelle Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der AOK.
Zum Start im Frühjahr 2012 präsentierte der IGeL-Monitor 24 Leistungen, inzwischen sechs weitere Bewertungen. Mit der gerade veröffentlichten Bewertung des Ultraschalls der Brust zur Krebsfrüherkennung enthält der IGeL-Monitor 30 Bewertungen: Zwölf der untersuchten IGeL-Leistungen weisen eine negative oder tendenziell negative Schadensbilanz auf. Bei elf Bewertungen kommen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis „unklar“, denn dazu liegen keine Informationen über den Nutzen und Schaden dieser Leistungen vor oder Schaden und Nutzen halten sich die Waage.
Lediglich drei IGeL wurden mit „tendenziell positiv“ bewertet – nämlich die Akupunktur zur Migräneprophylaxe, die Lichttherapie bei Depressionen und die Laserbehandlung von Krampfadern. Die übrigen vier IGeL-Leistungen wie der Sport-Check wurden nur beschrieben, da sie als Teil der persönlichen Lebensführung nicht zum Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkassen gehören.
„Zu den bisher veröffentlichten IGeL zählen auch die am häufigsten angebotenen Leistungen: Dies sind zur Krebsfrüherkennung der Ultraschall der Eierstöcke und der PSA-Test, die Augeninnendruck-Messung zur Glaukom-Früherkennung und die Professionelle Zahnreinigung“, sagte Dr. Monika Lelgemann, Projektleiterin des IGeL-Monitors. Damit habe der MDS die „Top-Seller“ bewertet. Ihr Fazit bislang: Da keine dieser IGeL-Leistungen her über ein „unklar“ hinausgekommen sei, sollten Versicherte auch künftig IGeL-Leistungen prüfen, ehe sie entscheiden.
Neuer IGeL-App für Smartphones: Um in Zukunft die Nutzer noch besser und schneller zu bedienen, gibt es den IGeL-Monitor künftig auch als kostenlose App für iPhones und Android-basierte Smartphones. Damit können Versicherte bereits in der Arztpraxis überprüfen, ob die Informationen des Wartezimmer-Fernsehens oder der ausliegenden Broschüren tatsächlich wissenschaftlich abgesichert sind oder ob sie doch eher Werbung darstellen.
Hintergrund: Die Bewertungen des IGeL-Monitors basieren auf den Methoden der Evidenzbasierten Medizin (EbM). Für die Bewertung von Nutzen und Schaden einer IGeL-Leistung recherchiert das aus Medizinern und Methodikern bestehende MDS-Team in medizinischen Datenbanken, trägt die Informationen nach einer definierten Vorgehensweise zusammen und wertet sie systematisch aus. Das IGeL-Team wägt Nutzen und Schaden gegeneinander ab und fasst das Ergebnis in einem Gesamtfazit zusammen, das von „positiv“, „tendenziell positiv“ und „unklar“ bis zu „tendenziell negativ“ und „negativ“ reicht.
Jede bewertete IGeL wird in mehreren Ebenen dargestellt, die von Stufe zu Stufe ausführlicher und fachlicher werden: Von einer zusammenfassenden Bewertungsaussage, mit der die Nutzen-Schaden-Abwägung in einer von fünf Kategorien ausgedrückt wird, bis hin zu den für ein Fachpublikum hinterlegten Ergebnissen der wissenschaftlichen Recherche und Analyse.
Versicherte erfahren außerdem, welche Leistung von den gesetzlichen Krankenkassen bei den Beschwerden übernommen wird, in welcher Preisspanne IGeL von Ärzten angeboten werden und wie sie sich verhalten sollten.
Nähere Informationen: www.mds-ev.de
Das Online-Marketing hat auch in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Ärzten und Heilpraktikern enorm an Bedeutung gewonnen. Zwar eignet sich längst nicht alles, was heute technisch möglich erscheint, für Ärzte und Heilpraktiker zur Kunden- und Personalgewinnung. Doch trotz...
Das Online-Marketing hat auch in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Ärzten und Heilpraktikern enorm an Bedeutung gewonnen. Zwar eignet sich längst nicht alles, was heute technisch möglich erscheint, für Ärzte und Heilpraktiker zur Kunden- und Personalgewinnung. Doch trotz berufsrechtlicher Grenzen für ihr Marketing und ihre Werbung eröffnen sich für sie interessante Handlungsspielräume im Internet.
Im World Wide Web präsent zu sein, gilt heute als Standard für Unternehmen, um über mehrere Informationskanäle mit möglichen Kunden, geeigneten neuen Arbeitskräften, Medien und Öffentlichkeit in Kontakt zu treten und zu bleiben. Laut ARD/ZDF-Onlinestudie waren 2012 bereits über 53 Millionen oder drei von vier Bundesbürgern online. „Davon sind 40 Millionen Mitglieder in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Linkedin“, weiß Expertin Sandra Liebich, Produktmanagerin des dpa-Originaltextservices OTS in Hamburg.
„Über Themen rund um Gesundheit und Pflege informieren sich inzwischen 79 Prozent der deutschen Online-Gemeinde“, zitiert Liebich aus der MS&L-Gesundheitsstudie 2010. Insbesondere Informationen zu Krankheiten, Medikamenten, Ärzten, Kliniken oder Pflegeeinrichtungen sind gefragt.
Laut einer aktuellen Studie ist das Internet inzwischen für Österreicher neben Ärzten die zweiwichtigste Informationsquelle bei Fragen rund um ihre Gesundheit. Das Janssen Forum ( http://janssen.at ) hat die österreichische Bevölkerung zu ihrer Internetnutzung im Medizinbereich befragt. Zwar bevorzugen die meisten Befragten (89 Prozent) nach wie vor die Gesundheitsberatung durch Haus- oder Fachärzte, doch bereits 72 Prozent nutzen dafür regelmäßig das Internet. - Social Media (Facebook, Linkedin, Twitter etc.) und mobile Dienste wie Smartphone-Apps sehen dagegen nur wenige Bürger als kompetente Ratgeber in Gesundheitsfragen an und nehmen sie kaum in Anspruch.
Weitere Erkenntnis mehrerer Untersuchungen: Etwa zwei von drei neuen Fachkräften finden Unternehmen, aber auch Ärzte und Heilpraktiker heute über Stellenbörsen, Fachforen und andere Plattformen im Internet, nicht mehr über Anzeigen in Tageszeitungen und Fachzeitschriften.
Durch Sachinformation auf besonderen Info-Plattformen im Internet, nicht durch berufsrechtlich ohnehin eingeschränkte Marketingaktionen im Web erreichen Ärzte und Heilpraktiker auch Journalisten, die nach hochwertigen, möglichst interessenunabhängigen Informationen suchen. Denn das weltweite Netz ist auch für Journalisten Informationsquelle Nr. 1 zu jedwedem Thema: Vier von fünf recherchieren in Info-Portalen, 62 % über Facebook, 40 Prozent über Blogs und 29 Prozent über Twitter, ergab die Studie „Social Journalism 2011“ (Cision).
„Ihre Informationen im Internet themenzentriert anzubieten, muss also im Interesse von Gesundheitsberufen und -einrichtungen liegen“, betont Sandra Liebich. Firmen- oder produktzentriert aufzutreten, überzeugt Medien, Öffentlichkeit und potenzielle neue Fachkräfte nicht von den Qualitäten eines Leistungserbringers. So sollte z. B. die „ideale“ Pressemitteilung nur ein Thema behandeln und mit einer Überschrift mit maximal 63 Zeichen versehen sein, um leicht von Suchmaschinen gefunden zu werden. Suchmaschinen mit hinterlegten riesigen Datenspeichern wie Marktführer Google reagieren auch auf Links im Text, die auf Hintergrundinformationen, Quellen und anderes verweisen, und bewerten eine gut verlinkte Nachricht höher.
Eine Auswahl aktueller Online-Marketing-Strategien, die auch für Ärzte und Heilpraktiker neben stetig aktualisierten Homepages Bedeutung haben, hat die UL Fachredaktion Gesundheit + Pflege (Hannover) zusammengestellt:
- Cross Marketing: Kooperationspartner verlinken sich auf Websites gegenseitig.
- E-Mail-Marketing: Klassische Aussendung von Online-Newsletter per E-Mail an Kunden, Angehörige oder Kassen.
- Leadtrading: Nutzung möglichst oft gesuchter Inhalte oder Begriffe (leads) zur Selbstdarstellung über Beratungsportale etc..
- Suchmaschinen-Optimierung (SEO): Durch gezielte Schritte wie viele Verlinkungen oder Angabe vieler häufig gesuchter Schlüsselwörter in den nach außen unsichtbaren Metadaten auf ihrer Website verbessern auch Ärzte und Heilpraktiker ihre Auffindbarkeit durch Suchmaschinen und ihre Position bei den Suchergebnissen.
- Suchmaschinen-Marketing: Anmeldung bei diversen Suchmaschinen, Platzierung eigener Inhalte in diversen Online-Foren.
- Social Marketing: Regelmäßig aktualisierte Präsenzen in Social Media wie Facebook, Linkedin etc. können das Online-Marketing ergänzen, nie aber ersetzen.
Von diesen Instrumenten setzen selbst größere Anbieter wie Ärztenetze, Praxisgemeinschaften oder Heilpraktiker-Verbünde in der Praxis nur wenige ein - zumeist Suchmaschinenoptimierung, Cross Marketing und Social Marketing. Zur Erreichung der spezifischen Zielgruppen von Ärzten und Heilpraktikern ist weniger oft mehr, steht für Experten fest.
Nähere Informationen: Uwe Lötzerich, UL Fachredaktion Gesundheit + Pflege, E-Mail: redaktion@naturheilkunde-kompakt.de








